Der Schulbezirk in den Jahren 1837-1855

Aus den Jahren von 1817 bis 1837 sind keine schriftlichen Zeugnisse überliefert.

Aus den späteren Aufzeichnungen ist ersichtlich das es im Jahre 1835 in der Schule einen Brandschaden gegeben hat, nach dem die Anschaffung neuer Fenster erforderlich wurde.

Mit dem Ende des Jahres 1839 wird der Lehrer Dieckmann nach 31 Jahren in den Ruhestand versetzt, er erhält eine Pension von jährlich 80 Rtlr. Über die Höhe dieser Pension bricht ein jahrelanger Streit aus, Wilhelm Dieckmann hatte 96 Rtlr verlangt.

Neuer Lehrer wird Friedrich Heinrich Wilhelm Sichtermann von Hennen der auch das Schulhaus bezieht.

Bei einer Versammlung des Schulvorstandes im April 1841 sind in dem Klassenzimmer 60 von 64 Kindern anwesend, es wird deutlich, dass eine Erweiterung unumgänglich ist.

Zwischen den Gemeinden Lichtendorf und Overberge einerseits und der Gemeinde Geisecke andererseits kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen über einen Anbau oder einen Neubau, sowie bei einem Neubau über den Standort, die sich bis zum Jahre 1843 hinziehen.

Die Eingesessenen von Geisecke bestehen auf das Vorrecht die Schule in ihrem Dorfe zu halten, Lichtendorf und Overberge wünscht einen Standort mehr in der Mitte des Schulbezirks.

Nach zähen Verhandlungen und der Einholung eines Rechtsgutachtens einigt man sich schließlich darauf eine neue Schule an der heutigen Sölder Straße, etwa gegenüber von Hohenschwert zu erbauen, wogegen die Geisecker der Erlös aus dem Verkauf der alten Schule erhalten.

Im März 1843 wird der Neubau an Friedrich Lohoff aus Hengsen für 2672 Rtlr vergeben. Die Gesamtkosten, inclusive Ziegel, belaufen sich auf 2879 Rtlr.

Das vorgesehene Grundstück ist mit den Abgaben des Hohenschwert an die reformierte Kirche in Schwerte belastet, da keine Einigung über die Ablösung getroffen werden kann, erteilt die Regierung in Arnsberg keine Genehmigung für das Projekt.

Als neuen Bauplatz wählt man nun ein Grundstück des Landwirts Spaemann, jetzt plant man ein massives Gebäude, anderthalb geschossig mit Souterrain.

Im Mai 1944 erfolgt die Vergabe der Bauarbeiten, diesmal an Einzelunternehmer. Die Mauererarbeiten übernimmt der Maurer Stoffel genannt Sander aus Hengsen. Mit den Bauarbeiten wird im Juni begonnen. Der Weiterbau im Frühjahr 1955 gerät ins Stocken, da in der Zwischenzeit der Maurer Stoffel wegen des Besitzes „falscher Taler“ in Hamm im Gefängnis einsitzt.

Im November 1845 wird das alte Schulhaus zum Preis von 1133 Rtlr an den Leinenweber Friedrich Lipps von Schwerte versteigert.

Nach etlichen Problemen mit den verschienen Handwerkern wird am 3. Oktober 1846 die Schule, vom Schulinspektor Florschütz aus Iserlohn, eingeweiht. Der Lehrer Bräucker hat zu diesem Zeitpunkt Friedrich Sichtermann abgelöst.

Der Bau der Schule hat bei seiner Fertigstellung 3804 Rtlr gekostet.

Am 15. September 1852 wird Eduard Zimmermann als neuer Lehrer an der Schule zu Geisecke eingeführt. Er wird dieses Amt bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1897 innehaben.

Die Vorgänge in diesen Jahren sind, im Stadtarchiv Schwerte, gut überliefert. Ein großer Teil dieser Archivalien sind in der PDF-Datei wiedergegeben.

Überlieferungen aus dem Schulbezirk der Jahre von 1837 bis 1855
Der Schulbezirk in den Jahren von 1837 b
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